Wings for Life: Eine Community, ein Ziel

Eine Gruppe von Menschen in Rollstühlen und Sportkleidung posiert fröhlich vor einem Gebäude, umgeben von Bäumen und Werbebannern.
In Vorarlberg war auch heuer wieder eine große, motivierte Gruppe am Start. © VBSV

Am Wochenende war es wieder so weit: Sportbegeisterte aus aller Welt absolvierten beim Wings for Life Run gemeinsam knapp drei Millionen Kilometer und sammelten dabei über 9 Millionen Euro für die Forschung zur Heilung von Rückenmarksverletzungen. 

Das größte Event seiner Art

Es ist die größte Laufveranstaltung der Welt. Jedes Jahr kommen hunderttausende motivierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Teilen der Erde mit einer gemeinsamen Mission zusammen: so viele Kilometer wie möglich zurückzulegen und damit Spenden für den guten Zweck zu sammeln. Egal ob zu Fuß, im Rollstuhl oder im Frame Runner – jeder Kilometer zählt.

Heuer waren insgesamt 346.527 Athletinnen und Athleten aus 173 Ländern am Start. Gemeinsam bewältigten sie 2,9 Millionen Kilometer und erliefen dabei 9,2 Millionen Euro für die Rückenmarksforschung.

Auch in Österreich waren zahlreiche Sportlerinnen und Sportler für den guten Zweck unterwegs, darunter viele bekannte Gesichter aus der Para-Sport-Szene wie Thomas Geierspichler, das Power-Couple Sarah und Matthias Wastian sowie Niko Langmann. Ebenso nahm eine hochmotivierte Sportgruppe des Vorarlberger Behindertensportverbands in Götzis teil.

Frau im Rollstuhl nimmt an einem Straßenlauf teil, umgeben von anderen Läufern und Zuschauern im Hintergrund
Sarah Wastian beim Run in Wien © Ulrich Strauss
Zwei Rollstuhlfahrer und zwei Läuferinnen durchqueren ein Dorf in Vorarlberg.
© VBSV

Anspruchsvolle Strecke im Ländle

In Vorarlberg waren Mitglieder des RC Vorarlberg, eine Abordnung des Handicap Tauchclubs sowie Mitarbeitende von Didi Dorn mit einem eigenen Laufteam am Start. Auch viele Familienmitglieder, Kinder, Jugendliche und Freunde waren dabei.

"Wir hatten super Wetter. Die Strecke ist ziemlich anspruchsvoll: die erste Hälfte geht bergauf, danach bergab – das war natürlich für die Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer ein Vorteil. Alle waren mit Begeisterung dabei, trotz Muttertag. Die Teilnahme im nächsten Jahr ist bereits fix geplant“, erzählt Birgit Schellander, Landesmanagerin des VBSV.

Song Contest sorgt in Wien für neue Route

Auch ÖBSV Bewegungs- und Informations-Coach Nadine Fischl rollte in Wien mit. Aufgrund der Terminkollision mit dem Eurovision Song Contest startete der Lauf erstmals vor der eindrucksvollen Kulisse von Schloss Schönbrunn. Bereits ab zehn Uhr war der Bereich vor dem Schloss mit begeisterten Sportlerinnen, Sportlern und Zuschauerinnen und Zuschauern gefüllt.

“Von der Hauptbühne aus leiteten zwei großartige Moderatoren das Rahmenprogramm, unter anderem mit einem Disco-Training als Warm-up”, erzählt Fischl.

Emotional und mit spürbarer Begeisterung fieberte die große Menschenmenge dem Start entgegen. Pünktlich um 13 Uhr begaben sich die Athletinnen und Athleten auf die neue Strecke von Schönbrunn stadtauswärts über die Guldenbrücke und wieder zurück stadteinwärts. Nadine Fischl absolvierte dabei starke 21,65 Kilometer im Rollstuhl.

Sie fasste den Tag zufrieden zusammen: “Der Wings for Life World Run war einmal mehr ein einzigartiges Event mit großen Emotionen und einer unglaublichen Stimmung, die bis zur abendlichen Siegerehrung anhielt.”

Eine Frau im Rollstuhl präsentiert stolz ihre Teilnehmer-Medaille.
ÖBSV BIC Nadine Fischl © Fischl Privat
Zwei Personen in gelben T-Shirts mit 'VBSV'-Logo, eine sitzt in einem Rollstuhl mit großem Vorderrad, die andere kniet neben ihr, im Hintergrund mehrere stehende Personen und ein Fahrrad an einer Wand
© VBSV
Zwei Personen, eine im Rollstuhl, posieren vor Bannern mit dem Text 'Lauf für die, die es nicht können'
© VBSV
Mehrere Läufer und ein Rollstuhlfahrer nehmen an einem Straßenlauf teil, im Hintergrund stehen zahlreiche Zuschauer an der Strecke
© Ulrich Strauss
Drei Personen posieren vor Bannern mit der Aufschrift 'LAUFE FÜR DIE, DIE ES NICHT KÖNNEN', eine Person sitzt im Rollstuhl, zwei stehen daneben, alle tragen Medaillen und Sportkleidung.
© VBSV

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